Segmentdaten
- Performance Polymers: Gute Margen in schwierigen Zeiten
- Advanced Intermediates: Flexibles Kostenmanagement und Akquisitionen kompensieren Volumenrückgang
- Performance Chemicals: Solide Ergebnisse in der Krise
Performance Polymers |
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2008 |
2009 |
Veränd. |
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in Mio. € |
Marge in % |
in Mio. € |
Marge in % |
in % |
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Umsatzerlöse |
3.280 |
2.388 |
– 27,2 |
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EBITDA vor Sondereinflüssen |
413 |
12,6 |
250 |
10,5 |
– 39,5 |
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EBITDA |
347 |
10,6 |
242 |
10,1 |
– 30,3 |
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Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen |
285 |
8,7 |
114 |
4,8 |
– 60,0 |
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Operatives Ergebnis (EBIT) |
208 |
6,3 |
105 |
4,4 |
– 49,5 |
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Auszahlungen für Investitionen1) |
178 |
133 |
– 25,3 |
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Abschreibungen |
139 |
137 |
– 1,4 |
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Mitarbeiter (31.12.) |
4.672 |
4.375 |
– 6,4 |
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1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. |
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Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise erlitt das Segment Performance Polymers im Geschäftsjahr 2009 einen signifikanten Umsatzeinbruch, der durch die einsetzende Nachfragebelebung ab der zweiten Jahreshälfte leicht gemildert werden konnte. Der Rückgang der Umsatzerlöse des Gesamtjahres betrug 27,2 %. Dies war insbesondere auf um 19,9 % gesunkene Verkaufspreise wegen deutlich niedrigerer Rohstoffkosten zurückzuführen. Die Mengen lagen um 11,3 % unter dem Vorjahresniveau. Eine Nachfrageerholung in der zweiten Jahreshälfte konnte den Abwärtstrend im ersten Halbjahr 2009 jedoch aufhalten. Positive Währungs- sowie Portfolioeffekte, die auf die im Vorjahr getätigte Akquisition der Petroflex-Gruppe zurückzuführen sind, von jeweils rund 2 % hatten leicht kompensierende Wirkung.
Sämtliche Business Units des Segments verzeichneten signifikante Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr. Dem gegenüber standen jedoch geringere Einstandskosten für Rohstoffe sowie niedrigere Energiekosten. In der zweiten Jahreshälfte konnten im Segment wieder steigende Verkaufspreise erzielt werden. Auch die Mengenentwicklung war bei allen Business Units im Geschäftsjahr rückläufig. Das Segment verzeichnete sehr deutliche Nachfrageeinbußen in fast allen Regionen. Lediglich die Region Asien/Pazifik, hier insbesondere China, konnte sich deutlich von der Geschäftsentwicklung auf den anderen Absatzmärkten absetzen.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers fiel preis- und mengenbedingt deutlich von 413 Mio. € um 39,5 % auf 250 Mio. €. Die EBITDA-Marge wurde trotz des äußerst schwierigen Umfelds mit 10,5 % im zweistelligen Prozentbereich gehalten nach 12,6 % im Vorjahr. Preisreduzierungen konnten durch niedrigere Rohstoff- und Energiekosten sowie Einsparungen durch das Maßnahmenpaket Challenge09-12 kompensiert werden. Besonders betroffen von Preisrückgängen waren Geschäftsbereiche mit einer starken Verbindung zur Reifenindustrie wie etwa Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers. Die Business Unit Semi-Crystalline Products konnte im Segment das EBITDA vor Sondereinflüssen ausweiten. Ihr kamen hierbei insbesondere der hohe Integrationsgrad der Produktion und ihre wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen zugute. Durch eingeleitete Effizienzsteigerungsmaßnahmen aus dem flexiblen Anlagen- und Kostenmanagement in Kombination mit dem Programm Challenge09-12 konnte der Ergebnisrückgang in sämtlichen Business Units des Segments gemildert werden. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2009 spürbar. Unter anderem resultierte dies aus einer stärkeren Nachfrage nach Ersatz- und Winterreifen. Gleichzeitig zogen die Preise für Rohstoffe wieder an. Aus dem gegenüber dem Vorjahr erstarkten US-Dollar resultierte zudem ein positiver Wechselkurseffekt im Geschäftsjahr.
Im Geschäftsjahr fielen Sonderaufwendungen von 9 Mio. € an, von denen 8 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Sie betrafen im Wesentlichen Kosten für Personalmaßnahmen im Rahmen von Challenge09-12. Außerdem waren Folgekosten der Anfang 2008 begonnenen Effizienzsteigerungsprogramme an den Standorten in Kanada, Brasilien und Belgien zu verzeichnen.
Advanced Intermediates |
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2008 |
2009 |
Veränd. |
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in Mio. € |
Marge in % |
in Mio. € |
Marge in % |
in % |
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Umsatzerlöse |
1.310 |
1.104 |
– 15,7 |
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EBITDA vor Sondereinflüssen |
186 |
14,2 |
154 |
13,9 |
– 17,2 |
|
EBITDA |
186 |
14,2 |
143 |
13,0 |
– 23,1 |
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Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen |
142 |
10,8 |
106 |
9,6 |
– 25,4 |
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Operatives Ergebnis (EBIT) |
142 |
10,8 |
95 |
8,6 |
– 33,1 |
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Auszahlungen für Investitionen1) |
62 |
53 |
– 14,5 |
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|
Abschreibungen |
44 |
48 |
9,1 |
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Mitarbeiter (31.12.) |
2.530 |
2.858 |
13,0 |
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1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. |
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Die Umsätze im Segment Advanced Intermediates sanken im Geschäftsjahr um 206 Mio. € bzw. 15,7 % auf 1.104 Mio. €. Diese Entwicklung war insbesondere auf einen Rückgang der Absatzmengen um 12,4 % zurückzuführen. Zusätzlich wirkten sich um 5,9 % gesunkene Verkaufspreise negativ aus. Leicht kompensierend waren positive Währungseinflüsse von 1,3 %. Aus der erstmaligen Einbeziehung der im dritten Quartal 2009 erworbenen Geschäfte von Gwalior Chemical Industries Ltd. in Indien und Jiangsu Polyols Chemical Co. Ltd. in China ergab sich zudem ein Portfolioeffekt von ebenfalls 1,3 %.
Die Geschäfte mit Agrochemikalien zeigten sich im Jahresverlauf relativ stabil und waren eine wesentliche Stütze des Segmentumsatzes. Die gestiegene Nachfrage nach Vorprodukten für Fungizide wirkte sich hierbei vorteilhaft aus. Im Bereich der pharmazeutischen Vorstufen sowie bei Geschäften mit automobilnahen Industrien waren leicht rückläufige Geschäfte zu verzeichnen. Niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe machten in der Business Unit Basic Chemicals Preissenkungen im Rahmen bestehender Lieferverträge erforderlich. Das vierte Quartal 2009 war geprägt durch übliche Saisonalität. Insbesondere im Agrobereich waren die Absatzmengen aufgrund hoher Lagerbestände der Kunden rückläufig.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates ging um 32 Mio. € bzw. 17,2 % auf 154 Mio. € zurück. Wesentlicher Auslöser waren nachfragebedingte Mengenrückgänge. Preisreduzierungen auf Segmentebene konnten durch niedrigere Rohstoffkosten sowie Einsparungen durch das Maßnahmenpaket Challenge09-12 kompensiert werden. Die Wechselkursentwicklung wie auch die erfolgreich abgeschlossenen Akquisitionen in Asien hatten positive Effekte, so dass die EBITDA-Marge von 13,9 % nahezu das Vorjahresniveau von 14,2 % erreichte.
Im Geschäftsjahr fielen Sondereinflüsse in Höhe von 11 Mio. € an, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Sie betrafen vor allem Kosten im Zusammenhang mit dem Maßnahmenpaket Challenge09-12.
Performance Chemicals |
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2008 |
2009 |
Veränd. |
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|
in Mio. € |
Marge in % |
in Mio. € |
Marge in % |
in % |
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|
Umsatzerlöse |
1.930 |
1.530 |
– 20,7 |
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|
EBITDA vor Sondereinflüssen |
241 |
12,5 |
182 |
11,9 |
– 24,5 |
|
EBITDA |
211 |
10,9 |
171 |
11,2 |
– 19,0 |
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Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen |
167 |
8,7 |
117 |
7,6 |
– 29,9 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) |
129 |
6,7 |
100 |
6,5 |
– 22,5 |
|
Auszahlungen für Investitionen1) |
82 |
80 |
– 2,4 |
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|
Abschreibungen |
82 |
71 |
– 13,4 |
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Mitarbeiter (31.12.) |
5.021 |
4.675 |
– 6,9 |
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1) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. |
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Die Umsätze des Segments Performance Chemicals sanken im Geschäftsjahr um 20,7 % von 1.930 Mio. € auf 1.530 Mio. €. Bereinigt um positive Wechselkurseffekte von 1,8 % ergab sich ein operativer Umsatzrückgang von 22,5 %, der mit minus 21,3 % fast ausschließlich auf geringere Verkaufsmengen zurückzuführen war. Die Preise waren mit minus 1,2 % nahezu stabil. Keine Business Unit konnte sich im Vorjahresvergleich dem Mengenverlust entziehen. Tendenziell am stärksten betroffen waren Business Units, die einen Großteil der Erlöse mit Kunden aus automobilnahen Bereichen erwirtschaften. Hierzu zählen die Business Units Rhein Chemie und Rubber Chemicals. Beide traf im Geschäftsjahr ein signifikanter Rückgang der Absatzmengen. Bei der Business Unit Inorganic Pigments war die Nachfrage insbesondere in der Region EMEA rückläufig. Als eine der wenigen Business Units war es ihr jedoch möglich, im Rahmen der Preis-vor-Menge-Strategie Preisanhebungen im Markt durchzusetzen. Die Business Unit Material Protection Products verzeichnete das geringste Umsatzminus. Mengenrückgänge bei Holzschutzmitteln konnten teilweise durch Preiserhöhungen und positive Währungseffekte ausgeglichen werden. In der Business Unit Leather sank die Nachfrage bei Lederchemikalien insbesondere in der ersten Jahreshälfte deutlich. Zum Jahresende waren die Absatzmengen im Segment bei stabilem Preisniveau saisonal bedingt rückläufig, insbesondere wegen schwächerer Nachfrage für biozide Wirkstoffe sowie in der Bauindustrie aufgrund des strengen Winters.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals sank deutlich von 241 Mio. € auf 182 Mio. €, was einem Rückgang von 24,5 % entspricht. Geringere Rohstoffkosten sowie ein positiver Währungseffekt konnten den Preisverfall zwar mehr als kompensieren, allerdings belastete der Mengenverlust das EBITDA vor Sondereinflüssen drastisch. Konsequente Einsparungen bei den Fertigungskosten sowie den Verwaltungs- und Vertriebskosten im Rahmen des flexiblen Anlagen- und Kostenmanagements in Kombination mit Challenge09-12 erwiesen sich jedoch als äußerst wirkungsvoll gegen diese Entwicklung. Die EBITDA-Marge konnte so im vierten Quartal 2009 im Vorjahresvergleich bei ähnlichem Nachfrageniveau nahezu verdoppelt werden. Vor allem die Aktivitäten der Business Units Inorganic Pigments, Leather sowie Material Protection Products, die im Geschäftsjahr als eine der wenigen das EBITDA vor Sondereinflüssen steigern konnte, zeichneten sich als wesentliche Stützen des Segmentergebnisses aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments konnte im Wesentlichen aufgrund der negativen Mengenentwicklung mit 11,9 % das Vorjahresniveau von 12,5 % nicht ganz erreichen.
Die Sondereinflüsse des Segments von 17 Mio. €, von denen 11 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen neben Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Maßnahmenpaket Challenge09-12 insbesondere Restrukturierungsaufwendungen in der Business Unit Functional Chemicals. Deren Produktion von Färbemitteln am mexikanischen Standort Lerma wird in bestehende Anlagen in Leverkusen verlagert. Damit wird im Rahmen der weltweiten Optimierung der Produktionsstrukturen die Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsanlagen der Business Unit in Deutschland erhöht.
Überleitung |
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in Mio. € |
2008 |
2009 |
Veränd. |
|
Umsatzerlöse |
56 |
35 |
– 37,5 |
|
EBITDA vor Sondereinflüssen |
– 118 |
– 121 |
– 2,5 |
|
EBITDA |
– 142 |
– 134 |
5,6 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen |
– 132 |
– 133 |
– 0,8 |
|
Operatives Ergebnis (EBIT) |
– 156 |
– 151 |
3,2 |
|
Auszahlungen für Investitionen1) |
20 |
9 |
– 55,0 |
|
Abschreibungen |
14 |
17 |
21,4 |
|
Mitarbeiter (31.12.) |
2.574 |
2.430 |
– 5,6 |
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Vorjahreswerte angepasst. |
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Die in der Überleitung gezeigten Sonderaufwendungen im Geschäftsjahr 2009 von 18 Mio. €, von denen 13 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen vor allem Restrukturierungs- und Portfolioaufwendungen. Sie beinhalteten im Wesentlichen Kosten für Personalanpassungen, Aufwendungen für die Stilllegung von Betrieben und Betriebsteilen sowie Kosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Umsetzung von Unternehmenstransaktionen, soweit eine sachgerechte Verteilung dieser Aufwendungen und Erträge auf die Segmente bzw. Business Units nicht möglich ist.











